|
Klassische Medien verlieren zunehmend ihre Wirkung. Produkte und Marken werden austauschbarer und somit für den Kunden immer schwerer voneinander zu differenzieren. Besonders offensichtlich wird dies am Ort der Entscheidungsfindung.
Dort, wo spontane Käufe entstehen, sollte der Ansatz für neue Formen der Kommunikation gesucht werden, da hier – ohne größere Streuverluste in Kauf zu nehmen – den Marken in unmittelbarer Umgebung der Kaufentscheidung die Möglichkeit eines Dialogs mit den potentiellen Konsumenten gegeben wird. Hier entstehen auch die spontanen Käufe, die es zu stimulieren gilt. Kiosksysteme stellen eine Möglichkeit dar, Markenwelten komplex in vielen Varianten darzustellen.
Um in der Kommunikation das höchste Wirkungsniveau hinsichtlich der Aufmerksamkeit zu erreichen, sollten möglichst audiovisuelle, haptische und olfaktorische Medien zur Beeinflussung der Kunden angesprochen werden. Das Düsseldorfer Unternehmen aerome offeriert eine Technologie, Duft punktuell, originalgetreu und kontrolliert zu präsentieren. Ein sogenannter „ScentController“ setzt die Duftstoffe aus einem Duftspeicher mit sekundengenauer Präzision und szenensynchron zu audiovisuellen Darstellungen frei. Im ScentController wird die Umgebungsluft durch eine aufwendige Luftaufbereitung zum Trägermedium für die Duftkommunikation. Die Luft wird gefiltert, entfeuchtet, verdichtet und gekühlt.
Über eine mikroprozessorgesteuerte Elektronik werden die auf dem Datenträger gespeicherten Steuersignale zu Präzisionsventilen geleitet, die in Sekundenbruchteilen den Luftstrom durch die jeweils benötigte ScentCartridge und ein spezielles Leitungs- und Düsensystem zum Benutzer führen. Durch diese Technik der Duftausgabe wird nur der jeweilige Benutzer in das Dufterlebnis einbezogen. Die Überlagerung von Düften wird verhindert. Diese Innovation ermöglicht es nun erstmalig, Duft gezielt für das Marketing über Kioskterminals einzusetzen und durch die (grundsätzlich mögliche) Kombination aller Sinne des Menschen komplexe Sinneseindrücke entstehen zu lassen. Versuche mit ganzheitlichen Produktkonzepten belegen spürbar erhöhte Reaktionen auf Duft, wenn die jeweiligen Produktverpackungen in einer typischen Umgebung mit in die Kommunikation einbezogen werden. Dies unterstreicht, dass je umfassender die Kommunikation ist, desto besser sind auch Kommunikationsleistung und -intensität, Wahrnehmungsbereitschaft und Wahrnehmungsintensität zu bewerten. Duft wird zu einem neuen Informationsmedium der Produktwahrnehmung und schafft eine bislang unerreichte Emotionalität in der Kundenansprache.
|